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im Januar 2000
Die Grenze zum Emirat Abu Dhabi wird überschritten. Es zeigt sich augenfällig darin, daß exakt ab der Grenze der Mittelstreifen jetzt mit Blumen verziert ist. Abu Dhabi ist nämlich das reichste und größte der insgesamt 7 Emirate, die die "Vereinigte Arabische Emirate" (VAE) bilden und das muß natürlich gezeigt werden. Ärmere Emirate wie z.B. Fujairah können sich überhaupt keine Begrünung leisten, wie wir bei unserer Osttour noch feststellen sollten. Wasserbleibt eins der Hauptprobleme des erst 1971 gegründeten Wüstenstaates. Der Grundwasserspiegel sinkt stetig durch die mittlerweile immer intensiver betriebene Landwirtschaft. Es bleibt daher nur die energiefressende Gewinnung von Trinkwasser aus dem Meer. Aber es ist bereits absehbar, wann die Ölquellen versiegen werden. Für Dubai nimmt man noch ca. 10, für Abu Dhabi allerdings noch 30 Jahre an. Die Oase ist erreicht; für mich jedoch eine Enttäuschung. Es ist vielmehr eine Stadt mit ca. 200.000 Einwohnern, die eigentlich kaum was zu bieten hat. Am interessantesten noch die 5000 Jahre alte Grabanlage, inmitten eines gepflegten Parks gelegen. Ohne Mörtel sind die Steine so genau zusammengesetzt, daß keine (fast keine) Messerspitze dazwischen paßt. Auch das exakte Rund der Anlage ist für die damalige Zeit mehr als erstaunlich. Die Öffnungen dienten dem Zutritt von kleineren Tieren zu den Leichnamen. Offenbar um Krankheiten vorzubeugen, ließ man die Toten lieber auffressen. Nach oben ist die Anlage ebenfalls offen. Es wird allgemein zwar von den Königsgräbern von Hili gesprochen, doch tatsächlich war dieser Bestattungsplatz nicht den Königen vorbehalten - sofern es denn welche gab -, sondern diente für alle Toten. Sehr viel weiß man aus dieser alten Zeit jedoch nicht. Die Fundstücke sind nur minimal. Wie ich allerdings aus der Zeitung entnehmen konnte, wurde gerade vor wenigen Tagen eine neue Stätte in Sharjah entdeckt. Dennoch ist man stolz, wenigstens etwas Geschichte aufweisen zu können und der Scheich von Abu Dhabi fördert in besonderem Maße das Interesse der Bevölkerung für die eigene Geschichte. Neben den Gräbern sind zudem die Grundmauern einer alten Behausung nachgebildet. |
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