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Reise nach Dubai
im Januar 2000
Reise nach Dubai im Januar 2000 von Gabi + Burghard - Reiseberichte Dubai bei www.dubai-reisen.info
Ein neues Bierchen wird bestellt; es gefällt uns hier einfach zu gut mit dem wunderschönen Blick nach draußen. Die meisten Gäste sind schon längst weg, nur wenige sind verblieben. Dennoch wird ein weiterer riesiger, gebratener Puter hereingeschleppt. Ja natürlich... mir fällt wieder mein Erlebnis auf der philippinischen Insel Stanta Rosa 1980 ein, als ich sage und schreibe einzigster Gast in einem großen Strandhotel war. Schon bei der Ankunft (gegen Abend) war ich äußerst erstaunt, von mindestens 50 Angestellten am Strand herzlichst empfangen zu werden. Als ich eine Stunde später im großen Eßraum mit dem gewaltigen Buffet erschien, saß ich peinlich allein. 4 freundliche Kellner blieben in respektvoller Entfernung um meinem Tisch, der Rest der umfangreichen Besatzung weiter entfernt. Auf meine Frage, wo denn nun die anderen Gäste blieben, kam`s dann heraus. "Und für einen einzigen Gast ein solch riesiges Buffet?" stammelte ich. "Was von einem Buffet übrigbleibt, bekommen immer die Angestellten." war die wirklich überzeugende Antwort.

Morgens ist der Himmel erstmalig stark bedeckt. Zwei Briefchen sind wieder durchgeschoben. Eins lädt uns für Dienstag Abend zum Sektempfang ein, was wir gerne wahrnehmen wollen. Das andere enthält freundliche Grüße der deutschen Gästebetreuung. Die Tageszeitung ist ebenfalls schon da. Gemütlich machen wir uns im großen Badezimmer, mit seinem Interieur von Schlappen, Bademänteln, Handtüchern und Fläschchen für alles und jedes, fertig. Da es immer noch kräftig bezogen ist, entschließen wir uns zu einen ausgiebigen Strandspaziergang. Die weit entfernt liegende Landspitze, die genau den Sonnenuntergang markiert, hat es uns angetan. Gut eingecremt mit (hier notwendigem) Faktor 20 und hautbedeckt wandern wir los. Vorbei geht's an den kleineren Hotelgebäuden mit den Luxusappartements. Der 700 m lange Hotelstrand wird durch große Steinblöcke abgesteckt, es ist aber kein Problem durchzukommen. Nun beginnt der wirklich nicht mehr enden wollende öffentliche Strand. Linksseitig zuerst noch das kleine Dörfchen mit Moschee für die Hotelangestellten. Nationalitäten aus der ganzen Welt leben hier zusammen, denn Inder, Pakistanis, Schwarze, Philippinos, etc. sind ja im Hotel beschäftigt. Wirklich Arbeitende sind in den Emiraten wohl nur die Gastarbeiter, die Einheimischen kassieren lieber. Das unglaubliche Verhältnis soll bei ca. 80 % Ausländern zu 20 % liegen. Probleme sind dennoch nicht erkennbar. Allerdings herrschen auch strenge Sitten. Wer als Ausländer arbeitlos oder kriminell wird, streiken will oder sonst irgendwelche Schwierigkeiten bereitet, wird kompromißlos ausgewiesen. Soziale staatliche Wohltaten, wie sie in Deutschland für Ausländer üblich sind, wären hier undenkbar. Ausländer haben für sich selbst Vorsorge zu treffen mit Ausnahme der Krankenfürsorge, die für alle - selbst für Touristen - praktisch kostenlos ist. Daß die Ausländer dennoch hier bleiben, sich sogar fast drum schlagen, herkommen zu dürfen, zeigt überdeutlich, daß beide Seiten klare Vorteile daraus ziehen. Kriminalität gibt es in den Emiraten so gut wie keine, trotz der 80 %-igen Ausländerbevölkerung. Selbst im Hafenviertel der quirligen Stadt Dubai hatten wir denn auch keinerlei Bedenken herumzuspazieren. "Felix Arabia! " Auch ist es in den Emiraten völlig selbstverständlich, daß immer zuerst die Einheimischen das Vorrecht haben. Soll z.B. eine Arbeitsstelle neu besetzt werden heißt die festgelegte Reihenfolge: Emirati, Araber, Sonstige.


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