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im Januar 2000 Heute, am Freitag, steht die Osttour auf dem Programm: Über Sharjah an den Indischen Ozean. Also erneut vorbei am Schießstand (auch das bietet unser Hotel) bis zur Hotelstraße am Jumaira-Beach, in der wieder Gäste gesammelt werden. Auch zwei Scheichbrüder haben hier ihre beiden Paläste mit Palmenpark hingestellt. Eine der schönsten Moscheen, die ich je gesehen habe, grüßt uns. Über die 8-spurige Autobahn mit dichtem Verkehrsgetümmel wird Dubai gequert. Viele Luxuskarossen, fast ausschließlich deutscher Herkunft wie Mercedes, BMW und auch Audis in denen nur Nachthemden sitzen, überholen uns; die niederen Klassen meist Japaner. Nur wenige Kilometer Wüstenfläche und Sharjah-Stadt beginnt bereits. (Hauptstadt und zugehöriges Emirat sind stets namensgleich.) Es sieht allerdings nicht anders aus als Dubai, also modern, großzügig und gesichtslos. Ein riesiger Kreisverkehr wird umrundet. Er ist von repräsentativen Gebäuden umgeben und in der Mitte steht ein in Stein gehauenes, geöffnetes Buch: natürlich der Koran. Gäste aus Sharjah und Ajman steigen zu, darunter ein schweizer Pärchen Ende 20 und vornehm in weißem Dress. Ich glaube, sie sind selbst die einzigen die wissen, daß sie was Besonderes sind. Stopp am internationalen Flughafen von Sharjah, gerade mal 30 km von Dubai entfernt. Verrückt. Drei weiße Kuppeln, je eine für Ankunft, Abflug und Transit. Abflug ist unser Pissoir, denn alles rennt dorthin. Die feine Schweizerin als erste. Wie Gabi erzählt, zuckte sie allerdings beim Anblick der Toilette wie von der Tarantel gebissen zurück und stieß fassungslos aus: Was ist denn das? Es war schlicht eine normale, besonders hygienische Toilette ohne Sitz. Der Vortritt war Gabi grad recht. Wie's bei der Schweizerin weiterging, werde ich wohl nie erfahren. Jedenfalls war ihre blütenweiße Hose makellos geblieben und bis zur Mittagspause wurde ihr Hals auch nicht dicker. Im Hilton ist sie jedoch wieder die Erste.
Hochinteressant, vor dem Gebäude einige Scheichs mit etlichen Falken. Wie wir hören, befindet sich in Dubai das weltweit einzige Falkenhospital. Aus allen Ländern der Erde kommen die Falkner hierher, um ihre kostbaren Vögel behandeln zu lassen; und es ist in den Emiraten für Fluggesellschaften Pflicht, die Vögel im Passagierraum mitfliegen zu lassen. Es sind schon tolle Tiere mit ihren weichen Gefieder - wie Gabi durch Streicheln feststellt - und den glasklaren, wachen Augen. Meist sind die Augen jedoch durch Häubchen bedeckt, um sie nicht aufzuregen. In früheren Zeiten waren die Vögel hier sogar fast lebenswichtig; sie versorgten die Beduinen in der Wüste mit Frischfleisch von Niederwild. Heute dienen sie allein dem Hobby. Die Halbwüste hat uns wieder. Eine große Oase wird durchquert, in der viel Obst und Gemüse gedeiht. Das absolut kahle, rötliche Hajargebirge naht und umgibt uns dann. Wir erreichen den mitten in den Bergen abgehaltenen, bunten Freitagsmarkt bei Masafi, der wirklich alles an Früchten und Grünzeug bietet. Das Gebirge fasziniert mich in seiner Kahlheit und der schroffen, kantigen Gesteinsart. Ein Halt wird eingelegt, um uns einen Blick in eins der tiefen Waditäler zu gestatten. Die Höhe der umliegende Berge kann ich allerdings überhaupt nicht abschätzen. Die maximale Höhe des Gebirges soll bei ca. |
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