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Reise nach Dubai
im Januar 2000

Reise nach Dubai im Januar 2000 von Gabi + Burghard - Reiseberichte Dubai bei www.dubai-reisen.info
Der Flußlauf, dem wir folgen, hat sich tief eingeschnitten, fast senkrechte Wände. Und er muß immer noch Feuchtigkeit führen, denn die Kronen von Palmen lugen sogar heraus. Teilweise wird noch Wasser nach oben gepumpt, um höhere Felder zu bewässern. In der Ferne taucht der mediterran anmutende Fischerort Dibba am blauen Indischen Ozean auf. Historisch bedeutend ist er, weil hier 633 die letzte Schlacht geschlagen wurde, mit der die islamische Eroberung der Arabischen Halbinsel abgeschlossen wurde. Ein Kuriosum zudem, das Dörfchen ist dreigeteilt, je ein Teil gehört zu Fujairah, Sharjah und zum ausländischen Staat Oman. Der nördlichste Zipfel der Halbinselecke mitsamt des wichtigen Ausgangs aus dem Persischen Golf, der Seestraße von Hormus, ist ebenfalls omanisches Staatsgebiet. Dieser gebirgige Zipfel heißt "Musandam" und beherbergt nur einige kleinere Dörfchen. Liebend gerne hätte ich dorthin einen Abstecher gemacht, denn die Berge wirken gewaltig. Wir aber fahren jetzt südwärts weiter, ohne Dibba zu besuchen. In großer Entfernung auf dem Meer ankern massenhaft Schiffe, vorwiegend Tanker. Ich zähle über 50 Schiffe. Jedoch nur eins sehe ich während der ganzen Zeit in den Hafen einlaufen. Reise nach Dubai im Januar 2000 von Gabi + Burghard - Reiseberichte Dubai bei www.dubai-reisen.info Eine Öl-Pipeline wurde aus Sicherheitsgründen während der 80-ger Jahre (wegen der Probleme im Iran und Irak) vom Golf durch das Gebirge nach hierher gebaut. Nächster Stopp bei Badiyah an der ältesten Moschee der Emirate, über 300 Jahre alt. Unmittelbar dahinter auf einem Hügel noch 2 erhaltene Beobachtungstürme aus portugiesischer Zeit. Die Moschee, klein, weiß gekalkt und ohne Minarett. Außer mir genießen nur zwei weitere Gäste den herrlichen Rundumblick vom Turm übers Meer bis ins Gebirge. Gabi kommt noch hinzu. Die anderen sind wohl zu alt, zu faul oder zu fein (unsere Nesthäkchen aus der Schweiz), um hochzukrabbeln. Übliche Touristen in den VAE sind denn auch Herrschaften von 40 an aufwärts. Khor Fakkan mit seinem wunderschönen, riesigen Strand gehört als Exklave wiederum zu Sharjah und hat dementsprechend einen grünen Straßenmittelstreifen. Fujairah selbst dagegen ist arm und lebt im wesentlichen vom Fischfang, Datteln, Zitrusfrüchten, Gemüse und Tabak sowie als landschaftlich schönstes Emirat auch vom Tourismus. Viele Reiche aus den anderen Emiraten haben ihre Freizeitvillen hier gebaut. Außergewöhnlich, manche Häuser sind exakt doppelt erstellt und von nur einer einzigen Mauer umgeben. Sie gehören den Scheichs, die 2 Frauen ihr Eigen nennen. Es können aber auch 4 sein. Unabdingbare Voraussetzung nach dem Islam ist jedoch, daß alle Frauen in allem absolut gleich behandelt werden, insbesondere auch im Gefühlsleben. Das scheint wohl das Problem, da die meisten Männer heute nur eine Frau haben. Auf meinem Hochsitz werde ich von den Lautsprechern einer Moschee beschallt. Es ist aber nicht der Muezzin, der zum Gebet ruft, sondern ein eigenartiger Zwiegesang. Unpassend auch die Zeit, denn der Allahdiener ruft bei Sonnenauf- und Untergang sowie Mittags und Nachmittags. (In Luxor darüberhinaus auch nachts um 4 Uhr, wie ich 1984 kerzengerade aufgeschreckt aushalten mußte. Die nebenan liegende Moschee hatte ihren Lautsprecher genau auf mein Zimmerfenster ausgerichtet.)

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