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im Januar 2000
Die Mittagspause wird in Fujairah-Stadt gemacht. Das kleine Hilton hat einen häßlichen, schwärzlichen Strand und Gabi und ich sind froh, daß die wieder mal lange Pause beendet wird. Draußen windet es jetzt heftig; auch Sand wird angeweht. Die Stadt bietet - wie üblich in den Emiraten - nichts. Ein einziges enormes Hochhaus steht noch im Rohbau. Wir halten an einer alten, kleinen Festung, die gerade renoviert wird. Außenrum sind noch die Grundmauern der ehemaligen Lehmhäuser erkennbar. Auf der Autobahn geht's zurück ins Gebirge. Links ein Stausee, jedoch ohne Wasser. Als nächstes ein Halt in einem großen Tal mit wunderschön gelegener, dattelpalmenbewachsener Oase. Ein Fort mittendrin bewachte in früheren Zeiten diesen einzigen Durchgang durchs sonst unzugängliche Gebirge. Auch hier der Flußlauf tief eingegraben. Denn wenn's mal regnet, dann ist Holland in Not und das Wadi wird tödlich. Die Rundfahrt endet im wahrsten Sinne des Wortes wieder am Freitagsmarkt. Der Rest der Reise ist schon bekannt, bis auf den Umstand, daß unserer Fahrer in Sharjah diesmal 5 Runden um das steinerne Koranbuch kurvt.
Wir kommen diesmal als Letzte ins Hotel,
jedoch noch pünklich zur Happyhour. Das uns schon bekannte Pärchen
bestellt sich wiederum kurz von 19 Uhr das zweite Bier und ißt
erneut hier am Hafen. Eine solche Kasteiung kann - wir haben
uns tiefe Gedanken gemacht - eigentlich nur dadurch verständlich
werden, daß keine Halbpension gebucht worden ist. Sie tun
uns bitter leid und wir grüßen sie ab jetzt. Nebenan sitzen
zwei in Schwarz eingepackte einheimische Matronen, leider
jedoch ohne Schleier. Bei ihren feisten und unsympatischen
Gesichtern wäre uns ein Vorhang durchaus lieber gewesen. Die
Bewertung der Gesichtsschleier jedenfalls sehen wir nunmehr
erheblich differenzierter. Eine völlig gelangweilte, junge
Asiatin ist dazu verdammt, auf die drei frechen Gören der
beiden Fetten aufzupassen. Sie muß offenbar immer bei ihnen
bleiben und sogar Tischtennis spielen. Jeweils Aufschlag und
der andere läuft dem auf dem Boden davonhüpfenden Ball
hinterher; die eine Seite freudig kreischend, die andere
immer langsamer werdend. Beim Abmarsch bekommt das Kindermädchen
noch die vollen Plastiktüten in die Hand gedrückt und muß
mit den Kindern vorweg laufen, während die Herrschaft von
einem Bein auf das andere watschelnd folgt. Auch wir gehen
zurück; diesmal ein schwarzes Kätzchen, das schnell
zwischen unseren Beinen durch die Tür witscht, von einer
zweiten dann aber aufgehalten wird. In der Eingangshalle
treffen wir die beiden Chemnitzer, die gerade eine Goldkette
für 1.200,--DM erstanden haben. Sie ist wahnsinnig stolz
drauf, läßt das Geschmeide durch die Hände gleiten und
zeigt, daß aus der Kette noch ein Armband abgekoppelt werden
kann. Wir bewundern alles gebührend und denken, im teuren
Hotelshop hätten wir es nicht gekauft. Im wieder bestens
hergerichteten Zimmer neue Post, neue Leckereien und die
obligatorische Wasserflasche, von der schon 4 angesammelt sind.
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